Paul Butler und Aaron Fletcher dürften diesen Monat den Preis dafür bekommen, Jazz, Downtempo, Funk und Elektronik in einer Weise zu verbinden, die komplett standardfrei ist und trotz aller Improvisationen das Hauptaugenmerk darauf legt, einem jegliche Art von Beruhigung mit sehr dichten Strukturen und wildwuchernden Ideen auszutreiben. Egal ob sie nun Fünftonmelodien, swingende Minimalgrooves oder leicht an Atom Heart erinnernde Jazzyness in ihre Tracks legen, sie klingen immer wieder so, als hätten sie sich nicht nur Gedanken darum gemacht, was nun tatsächlich noch nicht war, sondern auch darum, wie man eine Band so simulieren kann, dass in der Simulation tatsächlich etwas entsteht, das weder aussieht wie eine Band noch so klingt, vor allem aber trotzdem so funktioniert. Musik, die perfekt zu den anderen Grössen elektronischen Jazz (Papa Blue Velo, Tokyo Combo usw.) passt, und sich wirklich selbst dann, wenn jemand singt, obwohl er es nicht kann, aufbürdet, mit viel Spass alles an eigener Sperrigkeit auf den Tisch zu legen, damit Funk wieder funktionieren kann, und nicht nur wie Funk klingt.

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