In der Verweigerung steckt mehr Bassdrum als angenommen. Ich stelle mir das als sehr neonhaft vor, mit polierten Böden, hakenden Gesten, dünnen Zigaretten, schmalen Krawatten, Handschuhen und dem einen oder anderen Yeah! Natürlich lässt sich zu den beiden Tracks der A-Seite nicht völlig befreit tanzen, macht schon allein der Schlips kompliziert, aber, wo wir schon beim Thema sind, kompliziert ist doch das neue befreit, also schlagen wir noch einen Rittberger und noch einen und noch einen, bevor zumindest im Kopf alles angenehm fließt. War das nicht gerade der Herr von … doch doch, genau. Es ist wie eine Zeitreise, zurück an den Punkt in der Geschichte, als mit den einfachen Beats noch kein Staat zu machen war und alles drumherum dadurch in seiner albernden Flüchtigkeit noch wichtiger wurde. Du, jetzt gut zuhören, raunt jemand, jetzt kommt “Parada”, ein tolles Stück! So einfach und so geradeaus. Dass da noch niemand vorher draufgekommen ist, das mal so zu probieren. Allgemeines Zuprosten. Das Neonlicht stülpt sich die neue Dekade über und plötzlich geht es voll ab. Zukünftig werden immer mehr Nächte so sein und nicht anders. Jelinek beherrscht das Früher und das Heute in sensationeller Lässigkeit.
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thaddi

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