Sehr gut, der Globus dreht sich wieder bei Morr Music. Der musikalische Kosmos von Fenster vibriert zwischen New York und Berlin und auch wenn Brooklyn schon lange das neue Island ist: Die Wucht dieser Platte ist phänomenal. Man ist gleich ganz nah dran an den herrlich sperrigen Songs, kantig, ohne jeden Funk eingespielt und vorgetragen, den Blick freilegend auf die verschmitzten Stolperfallen des Herzens. Die Inspirationen sind klar und deutlich hör- und spürbar, führen aber doch nur auf die falsche Fährte, die Band hat genau das richtige Filter gefunden für einen eigenen Sound. Leise, zerbrechlich, irritierend zickig, überraschend noisig in der Blende, mit allerhand Unerwartetem in Seitenkanal, genau richtig einfach. Und irgendwann beim Hören glaubt man, das Geheimnis geknackt, den immer wieder splitternden Sound der Band verstanden zu haben, nur um schnell zu merken, dass uns Fenster immer mindestens einen Schritt voraus sind. Genau das ist es doch, wonach wir jeden Tag immer wieder suchen. Bitte ganz genau hinhören.
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thaddi

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