Sehr spröde beginnt die neue EP der Bremer mit dem merkwürdigen Namen. Beats wie aus einer Keksdose, Basslines aus Kaugummi, Sounds krächzend und tropisch wie aus einem Krankenhaus für Roboterhaustiere. Dann, they get funky. Schmieren ab könnte man auch sagen. Nudeln sich quer über ein melodramatisches Modulationsrad in den Kosmos von Microhouse, wo sie einen breit angrinsen als wärns jedermans Lieblings-Spielknuddeltiere und keiner könnte ihnen wiedersprechen. James Brown würde diese Platte zum Pudelfrisör bringen. Auf der Rückseite mit “Kratzerkiller” ein wenig oldschooliger angebratenes Glöckchen-Synthese Tool, das die Welt zum Hüpfen bringt, und den Engeln auf ihren Wölkchen Tränen des Glücks in die Augen treibt, die wir dann dankend als wohlverdienten Schweiß auf die Tanzfläche tragen. Das letzte Stück ist scheiße. Nee, gar nicht wahr. Gegenteil. Eher noch deeper und verwirrter mit Akufen-Groove und Hintergründen, die einem eine Bootsfahrt nach Detroit verkaufen könnten.

bleed

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