Klangfusionen, Sich-Öffnen in alle möglichen Richtungen und das Verwischen der Grenze zwischen analog und digital gehören derzeit ja zu Konsens-Praktiken, wenn es um die Weiterentwicklung von elektronischer Musik im Allgemeinen und House im Besonderen geht. Guillaume Coutu Dumont macht da keine Ausnahme, wobei er sich auf die Verbindung von House mit Afrobeat und Ethio-Jazz konzentriert. Orgeln, Saxofone und sanfte Polyrhythmen bilden die Arbeitsgrundlage für seine Produktionen, in denen auch schon mal unerwartet ein Trance-Arpeggio im Mix auftauchen kann. Seinem Ideal, wie eine Live-Band zu klingen, kommt er auf seinem zweiten Album ziemlich nah, ohne in Trommelgruppen-Ekstase zu geraten, im einen oder anderen Track helfen Freunde wie Dave Aju und dOP aus. Allein auf “Discothèque“ verliert er sich ein wenig in Downtempo-Prog-House mit angegniedeltem Gitarrensolo. Doch ansonsten spannt er einen gar nicht so paradoxen Bogen zwischen Düsterkeit und Euphorie, bei dem man sich im Dunkeln seines Clubkellers sehr zuhause fühlt.
tcb
http://www.myspace.com/circuscompany

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