Den nonchalantesten Quasi-Re-Start des Jahres legt hier das Hamburger Label Ahornfelder hin mit einem Doppelschlag des norwegischen Schlagzeugers Håkon Stene. Auf zwei gleichzeitige Releases verteilt erscheinen sechs Einspielungen von Werken zeitgenössischer Komponisten: auf diesem Album vier, auf einer CD-EP zwei weitere. Nonchalant, weil schick, sehr knapp an Info, und inhaltlich erste Kajüte. Schlagzeug: da geht ja eigentlich alles. Im Duo mit Marko Ciciliani bespielt er auf dessen “Black Horizon” E-Gitarren – verzaubert wäre der passendere Ausdruck, denn man traut seinen Ohren nicht. Was bei Michael Pisaros “Ricefall” geschieht, ist dagegen klar, und dabei nicht weniger unheimlich. Geradezu als Einsteiger dazwischen: die Dreingabe von Luciers Triangel-Stück “Silver Streetcar for the Orchestra”, die sich in einer ordentlich klangintensiven Aufnahme ihren Platz verdient. Garniert von drei Vignetten (“Studies in Self-Imposed Tristesse”) von Lars Petter Hagen, auf denen der Sound von Percussion und Elektronik ins Uncanny Valley taucht. Ein Fest für die Ohren, von Anfang bis Ende.
http://www.ahornfelder.de
multipara

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