Live lässt sich das Duo John Tejada und Takeshi Nishimoto auch mal gehen. Dann wird es leicht schweinisch statt leichtfüßig. Auf ihrem dritten Album passiert das zum Glück nicht. Ihr Elektronika-Gitarre-Drums-Set schwingt so selbstverständlich, dass man nur von Post-Postrock sprechen kann. Einmal wird es sogar Sitar-haft, das liegt bestimmt an den kalifornischen Nachbarn mit ihrem Selbsterfahrungsringelpiez am Pool. Hatten auch schon die Westcoast-Psychedeliker in den 60s gern: Sitar, Ringelpiez, Pool. Und dieses komische Gefühl von weisem Schicksals-Driften, das einen immer bei nackten Hippiefüßen beschleicht, webt auch durch diese Platte. Wenn Taj Mahal sagt, er wälzt sich gern in der Musik wie eine Sau im Dreck, dann flattern I’m Not A Gun durch die Musik wie ein Schmetterling übers Kornblumenfeld. Es klingt aber genauso zufrieden und wie am rechten Platz angekommen wie Mahals Blues.


jeep

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