Es gab einmal eine Zeit, da haben ISAN noch nicht auf Morr released. In braver Regelmäßigkeit veröffentlichten die beiden smarten Jungs aus Südengland damals auf allerhand mindestens ebenso smarter Labels ihre Tracks. Hier eine 7″, da eine Flexi B-Seite, dort wieder ein paar Stücke auf einer Split-10″. Ungefähr zur selben Zeit stapfte Herr Morr tagtäglich in den Plattenladen, immer auf der Suche nach neuen Werken von ISAN, schon davon träumend, einmal ein eigenes Label zu haben und mit zittrigen Fingern den beiden Analogsynthesizermuseumsbesitzern eine Email zu schreiben und selber Tracks von ihnen rauszubringen, denn: ISAN waren – und sind – Gott. Punkt. Seitdem ist viel passiert, ISAN sind mittlerweile fest bei Morr im Stall und haben dort zwei wunderbare LPs veröffentlicht. Unterdessen wird auf Flohmärkten und im Netz altes ISAN Material zu Höchstpreisen gehandelt und die MP3-Server laufen heiß. Das hat nun ein Ende, denn “Clockwork Menagerie” kompiliert die ganzen kleinen, immer noch hell funkelnden Juwelen aus dem ISAN-Schatzkästchen von damals. “Damil 85”, “Betty’s Lament”, “Autolung”…hier wird kein Hit ausgelassen. Und wir wissen immer noch nicht genau, wie die beiden Kids das damals gemacht haben und heute immer noch tun. Einfach die Kisten anschalten, die Oszillatoren kurz durchstimmen, die Drumbox anwerfen, mal eben drei Töne spielen und den Federhall anknipsen. So einfach ist das nicht mit den Sternenguckermelodien und es wird wohl immer das Geheimnis von ISAN bleiben. Vielleicht ist das auch ganz gut so. Wir können uns auf jeden Fall nichts Perfekteres vorstellen.

thaddi

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