Es gibt sie noch, die berechtigten Hypes. Kytranada dürfte mit dieser 8-Track-EP von einem relativen Noname zu einem der begehrtesten Beatmaker dieses Jahres werden. Die Produktionen des jungen Kanadiers, der sich die Zeit bislang mit R’nB- und HipHop-Remixen im Netz vertrieben, treffen aber auch einen Nerv. Wäre Kendrick Lamars letzte Platte ein Doppelalbum gewesen, hätte er hier eine gute Grundlage für CD2 gefunden. Und es ist nicht so, dass Kaytranadas Beats ganz dringend Rap oder Gesang (wie auf dem sehr Weeknd-mäßigen “All We Do”) nötig hätten, es würde sich nur perfekt ergänzen. Geht auch ohne: “Killacats” bounct mit schwirrender Bassline und klingenden Glöckchen los und wird mit “Don’t Get It Confused” gleich vom nächsten subtilen Banger abgelöst, wieder mit extrem coolem Bass-Unterbau. Kaytranada zeigt uns eine enorme musikalische Bandbreite, ohne seine Beats zu sehr einem bestimmten Style zu verschreiben. Bisschen Funk, bisschen glitchy, sehr trappig, ab und zu ein schönes Sample, öfter aber verspielt am Synthesizer. Ein dickes Ausrufezeichen mit sehr frischer Attitüde und absolut im Trend, ganz positiv gemeint. Kein Wunder, dass die großen Namen (Drake) schon anklopfen.
http://www.jakarta-records.de
MD

About The Author

Elektronische Lebensaspekte.

Leave a Reply