Klick mit ‚K‘, wie in Clicks & Cuts und ‚K‘ für Kunst. Thomas Brinkmann kehrt nach „Soul Center” zurück zu seinen installationsartigen Experimentalsituationen. Durch Messerschnitte fixierte Endlosgrooves auf Schallplatten bearbeitet Brinkmann an der DJ-Pult-Kombination aus 2 Decks und einem Mixer, an die er ein Multieffektgerät und einen Isolator anschließt. Ist das jetzt kindlicher Spaß oder Forscherernsthaftigkeit, wenn Brinkmann auf eine Thelma Houston-Platte blickt, deren Schlussgroove er zu einer laptopsimulierenden Klick-Brumm-Kombination verfremdet? Will er die scheinbar historisch unkonnotierten Clicks & Cuts (das hat’s noch nie gegeben, das kommt nie wieder) an die schallplattenüberlieferte Musikgeschichte zurückbinden? Thelma Houston, Göttin von Kit Clayton und Sutekh? Solche Fragen würden einem ja noch viel besser runtergehen, wenn Klick so Hölle grooven würde wie Vera von den Ernst-Schwestern. Aber guter Wein und gute Kunst bleiben wohl weiterhin trocken. Darauf ein Glas deutsche Spätlese und die letzten Force Inc.-Platten.

janj

Leave a Reply

Your email address will not be published.