Die dritte EP des Labels ist eine Minicompilation, die sich vorgenommen hat soviel Bass in die Rillen zu packen, dass jede einigermassen vernünftige Anlage (A) drunter kapitulieren dürfte, ähnlich wie bei Bluetrain EP’s auch. Hier allerdings wird Tiefe weniger mit Dub verbunden, sondern eher mit klassich technoider minimaler Linearität. Dennis Schneider’s “Fehldiagnose” schleicht sich wie ein Erdbeben im Taumel freien Falls durch die Rillen und sein härter industriellerer Track “Sperrlimit” ist eigentlich der typische E Sound von 95. Voll, moderat schnell, dark und nihilistisch psychedelisch. Lars M.O.D.’s “Rückflussrate” klingt dagegen schon fast funky und featured mehr Sounds in relaxterer auch wieder dubbiger Art, die vielleicht einfach besser zu so einem Sound passt. Der Downtempotrack “Sinnesleid” offenbart dann allerdings auch wieder das Hauptproblem dieser EP: darkes Pathos. Schwer, ungemütlich und gut designt, aber selten wirklich herausragend aus dem Pool endloser Minimalismen.

bleed

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