In der Zitrone verstecken sich Kai Fagaschinski und Christof Kurzmann und der Titel des Albums bezieht sich auf jenen Ewan MacColl-Hit, den vor ihnen schon Roberta Flack, Shirley Bassey und Johnny Cash verwurstet haben. In ihrer Version bleibt aber schon nach kürzester Zeit nur noch ein Orgelloop und danach höchstens noch die Ahnung des Originals stehen. Es bleibt eine elegisch mäandernde Klarinettenimprovisation. Die anderen fünf Titel leuchten die weiten Möglichkeiten der Kombination Klarinette (Fagaschinski) und der eigens für Live-Improvisationen programmierte Software „Lloopp“ (Kurzmann) gut aus. Ruhige, geräuschhafte Parts wechseln ab mit Klarinetten-Sirenen, verfremdete Anblas-Sounds mit tiefst-gepitchten Tönen, ein weit entfernter und wunderbar integrierter Asia-Pop-Loop schafft mit digitalen Rückwärtssounds mysteriöse Atmosphären. Und am Ende kommen sie wieder bei Roberta Flack an.

asb

Leave a Reply