Dominic Cramp war nicht nur für die besonderen (Keyboard-) Sounds auf Carla Bozulichs/Evangelistas “In Animal Tongue” verantwortlich, er bietet zudem mit seinem Label Gigante Sound Bands und Projekten wie Blanketship, Vulcanus 68, Beaks Plinth und Borful Tang eine Plattform für ihren ganz eigenen Kosmos zwischen Plunderphonics, Kraut, Esoterik und Fieldrecordings. Als Lord Tang fügt er dem sympathisch verschwurbelten Firmenklangkosmos noch eine Portion Dub hinzu. Dabei geht es allerdings weniger um jamaikanische Offbeats als vielmehr um dicke Bässe und kathedralenförmige Hallräume, denen er noch jede Menge geheimnisvolle Sprachschnipsel beimischt und der Musik obendrein eine angenehm dunkle und geheimnisvolle Atmosphäre verpasst. Sein Dub klingt dabei keineswegs retro, seine musikalischen und produktionstechnischen Einflüsse und Mittel liegen nämlich eindeutig mehr in der modernen elektronischen Bassmusik als bei den westindischen Altmeistern Lee Perry oder King Tubby.

asb

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Elektronische Lebensaspekte.

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