Wie wunderbar sich eine Juke- und Footwork-Ästhetik auf die 170 BPM-Strukturen von Drum & Bass übersetzen lässt, konnte Fracture in den letzten Jahren schon einige Male beeindruckend unter Beweis stellen. Nun holt der Londoner im Rahmen der dreiteiligen “experimental VIP”-10″-Reihe auf eigenem Astrophonica-Label auch den in Berlin lebenden Tempo-Don Machinedrum auf diese Bühne. Mit “Clissolp VIP” bringt Travis Stewart ein für Juke obligatorisches Konglomerat aus wilden 808-Sounds, das sich in seiner Hyperaktivität so wunderbar mit der oldschoolig blubbernden Staccato-Bassline und den eher schleppenden Halftime-Patterns vermengt. Und das grooved wie Scheiße. Im Verlauf darf dann noch im Rahmen eines extrovertierten Midrange-Crescendo der goldenen Ära des Jump-Up gedacht werden, von dem man sich kurz darauf mit der Seele schmeichelnden 80s-Synth-Klängen wieder erholen darf. Die Bezeichnung “Jungle-Juke” im Promo-Sheet klingt zwar unglaublich bescheuert und trifft auch nur sehr bedingt den Kern der Sache, doch scheint mir diese Genre-Ehe momentan die sinnvollste Spielart von Drum & Bass zu sein.

ck

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Elektronische Lebensaspekte.

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