“I do not behave, I just enjoy”””; trotzdem sind es meist halbtote Grooves, die uns durch Louvels erdachte Glamourwelt führen und ihr Alter Ego Lulu zu jedem Hedonismus verführen. Wäre da nicht das getragene, semi-nuttige Englisch der Französin mit charmantem Akzent, das zu warnen scheint vor dem Bösen im Dunkeln, vor dem Leid nach der Freude und der Zwietracht nach dem Kuss. Weniger ausgeklügelt, aber teilweise spannender und um einiges bedrohlicher als z. B. Portishead, textlich etwas depressiver und kaputter. Liebe bleibt verschmutzt oder bezahlt und wenn überhaupt poppt das Glück frühestens am Morgen auf. “Let’s go to a club somewhere in Berlin … she’s living all the time in suspension”. So sieht’s aus, das Paradies liegt nicht im Staub und nicht im Gold, erkennen würde sie es eh nicht. Angenehmes Album, sehr schönes Digipack. Endet mit einer verdammt feinen vier Minuten-Version des Stückes “Das Blut”, bedrückender wird es bei Lynch auch nicht.
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ed

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