Mit Sicherheit die amüsanteste und auch entrückteste Improv-CD des Jahres. Pestrepeller ist die Bande von Journalisten, Comic-Zeichnern und Musiker um Savage Pencil, Ed Pinsent, Harley Richardson, Peter Hope-Evans und Rob Brown. Vor fünf Jahren ließen sie im Londoner Studio all das raus, vor dem sich kleine Mädchen fürchten: Zerkratzte und unterwanderte Folk-Attitüden, die laut, monoton marschieren oder auf der Stelle strampeln, bilden die wackelige Oberfläche, auf der alte, konkret-untersetzte Elektronik und adamitische Vocals zwischen erstem Wort und blankem Entsetzen zu hippieskem Surrealismus verwachsen. Trotz der sie umzingelnden und eigentlich sympathisch dreinblickenden Fabelwesen in Form von Häusern und Hütten auf dem Cover, wird die zierliche Alice natürlich nicht aus ihrem alptraumhaften Drogenrausch erwachen. Parallel wird der Schwarze Prinz für zurechnungsfähig erklärt, Robinson Crusoe hingegen muss weiterhin auf Vorgestern warten. Gewidmet ist das Album übrigens den Herren Lovecraft, Ashton Smith and Osman Spare.

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ed

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