R. Stevie Moore macht genau wie sein Vater, der Studio-Bassist Bob Moore (Bob Dylan, Elvis Presley, Frank Sinatra, Quincy Jones) Musik. Auf die geschätzten 17.000 Recording-Sessions seines Vaters kommt er allerdings nicht; an die 400 Veröffentlichungen hat er aber schon unter die Leute gebracht. Einige erschienen bei “richtigen” Plattenfirmen, das meiste verschickte er aber in Form von Kassetten persönlich an die Mitglieder seines “RSM-Cassette Clubs”. Vierzig Jahre interessierte das außer eben jenen Fans, unter denen sich auch Thurston Moore von Sonic Youth befindet, kaum jemanden. Seit zwei Jahren geht aber endlich etwas mehr in Bezug auf seine Popularität. So spielte er Konzerte und Festivals in Europa, eine Session für die BBC, und das englische Underground-Magazin “The Wire” brachte vor kurzem eine Titelstory. Mit “Personal Appeal” erscheint jetzt eine Zusammenstellung von Moores musikalischen Material aus den Jahren 1973 bis 2001. Ein gutes Dutzend Tracks aus dreißig Jahren Do-It-Yourself-Musik, per Mehrspurverfahren komplett allein eingespielt und angesiedelt zwischen Kevin Ayers’ Canterbury-Pop, Folk, Bluegrass, Stampfrock, Soul, Surf und Psychedelic samt 60s-Feeling, Falsettchören und Ween-Albernheiten. Sehr unterhaltsame und garantiert komplett elektronikfreie Musik.
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asb

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