Im Dunkel der raumaufspannenden Bässe leuchten Sounds und Motive auf wie Trugbilder, als würde man sich ihr Windspiel, ihr tausendfarbiges Kaleidoskop nur einbilden, kitzeln flüsterknispelnd am Ohr wie von jenseits des Klartraums, aus dem man nicht aufwachen will, der so sanft und leicht in seine blaue, unheimliche Tiefe zieht. Wie innere Stimmen huschen tröstende Gedanken mit körperlosem Soul, der sein Genre transzendiert (sowieso ein ganz eigenes, nur ansatzweise erschlossenes Thema der jüngsten Zeit: die Befreiung der Vocals), durch den Äther, denen man alles glaubt. Aus einem ganz eigenen Dub-Ansatz der Verfeinerung elektronischer Studioproduktion zu einer elektrisierenden Hypersensibilität, der mit den Strukturen jeden Anflug von Pop-Gloss abstreift, der die Elemente auf delikat vage Art in einem großteils nur noch virtuellen rhythmischen Raster mitschwingen lässt, letzte durchscheinende Erinnerungen an Songwriting aufgehen lässt im freien Fließen von Fragmenten, zau bert Raz Ohara die Überraschung des Monats, und man kann Shitkatapult nur dazu beglückwünschen, dass sie mit diesem Meisterwerk ihr neues Sublabel für klassisches Albumformat eröffnen.
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multipara

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