Viele Fragmente sind hier anzutreffen und zwar in Form recht kopflastiger Sketches: von munter vor sich hinhüpfenden Tönen über Klänge, wie sie einem auch beim manuellen Abscannen diverser Kurzwellenbänder begegnen können (und in ihren Bann zu ziehen vermögen) bis hin zu zeitgemäßen Pausensignalen ist hier allerhand Klangmaterial zusammengetragen, dem eine gewisse Rohheit zu eigen ist. Den wenigen Stücken, die man neben den überwiegend auf ein Element reduzierten als Tracks verstehen kann, fehlt dann demzufolge auch ein wenig der Biss, aber nicht die Substanz. Chartier geht es wohl auch eher darum Phänomene zu verhandeln, über die man schon mal stolpern kann, wenn man sich am Rechner mit Audiobearbeitung beschäftigt. Das mag manchen zu wenig sein, aber die haben vielleicht einfach nicht die richtige Anwendung gefunden. Mir hat die Vorstellung ganz gut gefallen, einzelne Stücke in öffentlichen Räumen wie Einkaufszentren oder UÐBahnhöfen leise abzuspielen und mit den in ihren besten Momenten mikrowellenartigen Tönen Subliminalterror da zu betreiben, wo ihn so keiner erwartet.

trav

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