Richard Devines neue Geisterbahn ist fertig. Jetzt mit noch fleißigeren Ohrenkitzelmonstern, noch verzappelteren Blubberbeats, noch mehr Formantdurchgangszerhackspringnis, noch mehr kaltem Hallatem im Nacken, noch mehr Gänsehautglockengranulatgeknurpsel. Das vierte Album, diesmal auf einem jungen, feinen Label aus Winnipeg, überrascht nicht mit einem neuen Entwurf; Devine macht immer dasselbe Album, das aber immer besser. Je nach neustem Hard- und Softwarepark den aktuellsten Sounddesignschock zu rocken – das muss reichen. Also, mir gefällt das. Der kann’s, und dann soll er doch. Trotz etabliertem Signature Sound ist das Album abwechslungsreicher geraten als die Vorgänger, Beat getriebenes reiht sich wie üblich zwischen freies, ein bisschen Acid gibt’s auch, gegen Ende sogar ein Massive-Attack-mäßiger Housetrack, dazu eine Kollaboration mit Otto von Schirach und ein Remix von Funkstörung. Das einzige, was diesmal leider fehlt, ist das Vinyl.

multipara

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