“Piano Piano” bedeutet wahlweise Klavier, Klavier, leise, leise oder auch langsam, langsam. Trifft alles auf dieses ursprünglich vor 20 Jahren bei Materiali Sonori erschienene Album von Hans-Joachim Roedelius zu. Mit Ausnahme des für den Reissue ergänzten Bonusmaterials, sind alle Stücke leise, bedächtige Improvisationen für Klavier, auf dem Roedelius über die Jahre eine – technisch immer versiertere – ganz eigene Sprache entwickelt hat. Kein Kitsch, dafür eine Art impressionistisch aufgelockertes Satie-Update, weniger spröde als der lakonische Franzose, aber im Gestus ähnlich zurückgenommen. Toll, wie bei ihm Melodien emporwachsen, sich umeinander ranken und zwischendurch immer wieder verharren. Die leicht preset-artigen Synthesizerzusätze am Ende wären da gar nicht nötig gewesen.
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tcb

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