Klapper, ploink, ploin! Ach richtig, die Japaner. In Japan wachsen nämlich neben knuddeligen Bonsaielephanten auch die Steeldrums in stilistisch nahezu virtuell zu nennenden Jazzkellern eines großen Phantasmas, das Sound heisst und nahezu nirgendwo so unverschämt unbefangen mit einer grellbunten Welt kollidiert wie eben da. Susugu Kusumi sieht auf dem Coverbild, das ihn hinter seinem Manga-Avatar in einem dekonstruktivistischen Park zeigt, so aus als hätte Japan die Welt ungefähr in den 80ern verlassen und sich seit dem lieber um Wichtigeres gekümmert. Nicht, dass er nicht wüsste was eine Bassdrum ist, ihr kennt ihn vielleicht, nicht, dass Chicagohouse nicht über irgendein Interface dann doch in Japan angekommen wäre, nur wurde es vorher 20mal verpackt und geknuddelt und der UPS Mann hielt es vermutlich für eine lustige Variante fernwestlichen Origamis, anstatt für ein angedetschtes Postpacket. Tja, so können Dinge allein durch Bewegung von einem Ort zum anderen plötzlich Kulturen zu unerwarteten Freunden machen, die zusammen jetzt erst mal tanzen gehen. Hightechsamplehousetracks mit dem sicheren Blick eines ewig Dreijährigen stylebesessenen zusammengepasted und trotzdem vor allem aber deshalb funky.
http://www.ladomat.de
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bleed

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