Mal sehn. Dr Olive macht ein gruseliges Märchenintro auf französisch, das einem Angst machen kann, auch weil es so spannend ist, daß man sich schon die Fingerkuppen abgeknabbert hat, bevor es noch begonnen hätte. Was gut ist, weil hinterher hätte man sie bestimmt nicht so liebgehabt, denn es dudelt in etwas seichtere Bigbeat Gewässer mit der gelegentlichen schrägen, verzerrten Trompete. Merkwürdig, aber auf die Dauer holt der Track das Intro wieder ein, und dann wirds spannend. Chocolate Weazle sind immer noch perfekt, auch wenn nach ihrer LP soviel nicht von ihnen zu hören war. Brillante Produktion, kitschige schräge Samples und Sequenzen, die gegen Wände aus jubelnd breiten Bässen fahren, und dabei ein leicht verdrogtes Oldschoolflair zwischen Riesenrad und endgültiger Abfahrt im Auge. Funky. Boom Boom Satellite verschlägt es langsam in Richtung Saul Kane, und die komprimierten Bässe wühlen alles an dubbig Flirrendem weg. Oben auf bleibt nur eine traurige Trompete. Jetzt aber zum Orginal. Beste klare Jazzbreaks, die mehr Swing haben als fast alles, was ich heute gehört habe, und eine so mächtige Art Swing in dieses strange Konzept hauchen, daß man sich sofort an die letzte Platte von ihm erinnert fühlt, die ähnlich überraschend war. Genialer Track, dem ein wenig weniger Trompete gut getan hätte.

bleed

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