Sympathisches Album von Marco Tonni, der endlose Zeit in seinem Keller verbracht hat, um diese Platte aufzunehmen, Seite an Seite mit seinem Vater, der im gleichen Keller an Fahrrädern rumschraubte. Sympathisch, weil die verdrehten Visionen von Touane, was 4/4-Songs angeht, gar nicht so verdreht sind, wie man anfangs vielleicht vermutet und es vielmehr die Sounds sind und die Verbindung zu eher straighten Strukturen, die “Awake” so interessant machen. Egal ob nun doch geknispelt und geplinkert wird … Touane hat sich in der Tat nur auf diese Songs konzentriert und das hört man ihnen an. Weit weg von allem anderen, passen hier plötzlich Dinge wieder zusammen, von denen man sich eigentlich bereits verabschiedet hatte. Kleine Ausflüge in ziepende Disharmonien werden immer wieder von einer umarmend einsamen Grundstimmung aufgefangen. Und dann kann das Kellerorchester zu voller Form auflaufen. Schillernd und schüchtern spielt sich Touane in unsere Herzen.
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thaddi

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