Techno ist tot? Schnarch, das heißt es doch schon seit der „Techno 2: The Next Generation“-Compilation, die 1990 auf zehn Records erschien. Aber um einen Historikerstreit geht es den Diktatoren gar nicht. Die beiden Finnen wollen lediglich ihr quäkiges Synthie-Pop Gedüdel als Techno-Nachfolger effektvoll feilbieten. Doch die Finnen scheitern grandios an dem Versuch, Pop zu machen und das Album Format mit Sinn zu füllen. Dabei könnte Techno is Dead an seinen besseren Stellen durchaus ein sündiges Vergnügen sein, also etwas, das Spass macht, bei dem man aber nicht unbedingt erwischt werden will. Leider gibt es keine besseren Stellen. Und an den schlechteren Stellen, die oft mit dem Einsatz der Stimme und der Konfrontation mit den grausam blöden Texten voller schlechter Witze koinzidieren, fragt man sich ob es wirklich so unehrenhaft ist, den Toten nachzutrauern, wie uns das die gute Laune Diktatoren verordnen wollen. Deprimierender als jeder Kaurismäki Film!

felix

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