Manchmal gibt es sehr eigenwillige Momente im US-Kino und plötzlich ist alles ganz Indie. Selten. Hier aber auf jeden Fall. Der ziemlich brilliante Sounttrack zum vermutlich brillianten Film Juno (der obendrein, wie ihr alles wisst, einen Ocar bekommen hat, aber auch einen Haufen Indiepreise) ist so ein Moment. Die Hälfte der CD ist voll mit Kimya Dawson Tracks (als sie selbst, mit Mouldy Peaches und Antsy Pants). Also Flüstertütennahe “Folk”-Tracks, die im Grunde nur Folk heissen, weil einem nichts besseres einfällt. Dazwischen Belle & Sebastian, Cat Power, Sonic Youth, die unerlässlichen Velvet Underground und ein wenig historische Dauerbrenner mit Mott The Hoople, Buddy Holly und The Kinks, die zwischen Kimya Dawsons Stimme schon kaum noch auffallen. Am Ende noch gekürt von Michael Cera & Ellen Pages (die Hauptdarsteller) Version eines Dawson Stücks. Vielleicht nicht viel neues, aber allein schon weil es so unerwartet ist, und die Zusammenstellung so gut funktioniert, mit Sicherheit der beste Soundtrack den ein oscarprämierter Film seit Ewigkeiten gesehen hat. Jetzt aber ab ins Kino.

bleed

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