Ein höchst denkwürdiges Album im Gatefold-Sleeve mit abstrakten Soundwelten aus der Tiefe der Elektronik, merkwürdigen elektroclashartigen Ausflügen und vor allem, darauf kommt es hier an, recht eigenwilligem Sprechgesang, der jeden Track beherrscht mit seiner etwas spröden sehr künstlichen Art nicht nur in der Form der Gedichte, sondern auch der Stimme. Manchmal erinnert mich das an frühe NDW-Eskapaden in die wilde Welt der vollkommenen Unbestimmtheit (sagen wir mal Holger Hiller nach intensivem Lyrikstudium etc.), manchmal ist es aber auch einfach nur höchst amüsant in dem ständigen Abgleiten in die Absurdität der eigenen Zusammenhänge. Alles in allem ein ziemliches Ausnahmeding diese Platte, die den schmalen Grad zwischen willkommener Wiederbelebung vergessener Qualitäten, eigenwilligster Stimmen und leicht nervig beharrender Kunstvorstellung ganz gut meistert. Ja. Düsseldorf.

bleed

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