Wie konnten wir das nur übersehen. Die beste Jazzplatte des Jahrhunderts. Auf Skam! Sehr viele Hits zwischen Kindergeklimper und ernsthaftem bösen Swing, für Liebhaber obskurer Unmenschlichkeiten, und allzumenschlicher Kommentare von Irren über das Leben und alles, was danach kommen sollte, meist aber schon da ist. Jede Menge Tracks auf einem richtigen Album, das nach Linernotes schreit, so als hätte man Mr. Stonder das erste Mal in irgendeiner dunklen Gasse getroffen wie er versucht hat, anstelle eines Autoradios einen Sampler in ein verlassenes Autowrack der ehemaligen Metropole, nun aber schlimmen Schrotthaufens, namens Manchester zu montieren. Eine irre gutgelaunte Platte aus sehr gut selektrierten Samples einer schwarzweissen Vergangenheit und merkwürdigen Kommentaren, die als Raps über das ganze flattern, als wäre die grosse Zeit des englischen Fernsehens, vor allem aber der vorherrschenden Substandartvarietäten noch immer nicht vorbei. Grosse Musik für kleine Menschen und solche, die es – oder noch etwas ganz anderes – werden wollen.

bleed

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