Bei Stroboscopic Artefacts arbeitet man an einem Techno-Entwurf, für den die erkundungs- und farbenfrohe “Artificial Intelligence”-Serie von Warp gleichermaßen wichtig ist wie die sorgfältig geschichteten Grauschattierungen bei Basic Channel. Die Breite dieses Spektrums findet sich auch auf dem Album-Einstand des Produzenten Xhin aus Singapur wieder. Neben brutalen Techno-Attacken mit nervösen Staccato-Beats und abweisend schillernden Flächen kommt die Platte immer wieder zur Ruhe, lässt sich zwischendurch auf abstrakte Klangerkundungen und verspielt-impressionistisches ein, kehrt aber immer wieder zu seiner Tanzflächen-Mission zurück. Dass man bei der Produktion mit ihren zentrifugal auseinanderdriftenden Elementen gelegentlich an Autechre in ihrer übersichtlicheren Phase erinnert wird, ist durchaus als Kompliment zu verstehen. Xhin legt genauso viel Wert auf Detailarbeit wie auf Effektivität, und damit trifft er stets ins (Düster)-Schwarze.
http://www.stroboscopicartefacts.com
tcb

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