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3.04.2012 | 14:55
 
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Erster Trailer: Bar25 der Film

Druffis und Karneval auf der kleinen Leinwand

Im Mai kommt der Bar25 Film von 25 Films raus und ins Kino. Eine höchst dramatische Geschichte mit vielen Partyszenen von abenteuerlich exaltierten und auch sonst ziemlich skurrilen Menschen, willigem Partyvolk und tragischen Demo-Szenen, als es dann langsam zu Ende ging. Wir können uns gut vorstellen, dass sich der Film in Berlin zu einer Art Rocky Horror Picture Show entwickelt. So. Aber erst Mal der Trailer (und nicht heulen) bevor wir das gute Stück genauer unter die Lupe nehmen.



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21.02.2012 | 14:35
 
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Es war live und ich war dabei: Berlinale 2012

Lobende Erwähnungen von Christian Blumberg zum Festivalabschluss

Zum Ende der Berlinale kam es wie es kommen musste: Alle wurden krank. Ich auch, dabei hatte ich mir jeden Morgen Zitronen ausgepresst und die sowieso überbewerteten Partys gemieden – wenigstens das, dachte ich, bin ich dem Kino doch schuldig. Hat nicht geholfen. So bin ich zu einem wirklichen Résumé kaum in der Lage. Ob der goldene Bär für die Taviani-Brüder in Ordnung geht und warum, mögen andere beurteilen (und die könnten mir vielleicht auch gleich noch erklären, warum ausgerechnet Christian Petzold für sein in jeder Einstellung nach TV-Verwertung schreiendes DDR-Tragödchen einen silbernen Bären für die beste Regie bekommen hat, ach naja). Trotzdem: hier noch zwei ‘lobende Erwähnungen’:

Kaum etwas war über Denis Côté‘s kleinen Film Bestiaire zu lesen – was kein Wunder angesichts eines Films, der sich gegen jede Lesart widersetzt und in dieser Hinsicht eine Tierfilm gewordene Unterstreichung der inzwischen etwas in Ungnade gefallenen Susan Sontag-Forderung ist, nach der die Gleichsetzung der Kunst mit ihrem Inhalt aufzugeben und die Hermeneutik in der Kunst durch eine neue Erotik zu ersetzen sei. Côté’s 70minütige dialogfreie Montage aus sehr präzise gewählten Blicken von und auf Tiere ist eine Meditation über Blickregimes und überdies frei von jedweder Message. Und gerade weil letztere fehlte, war dieser Film im Rahmen eines Festivals, bei dem offensichtliche Botschaften geradezu verschwenderisch deklariert werden, eine wunderbarer Moment der Stille, ein ganz wohltuendes Luftholen.
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Es war live und ich war dabei: Berlinale 2012

Christian Blumberg mit einem Halbzeit-Bericht von den Festival-Rändern

Eigentlich sollte das hier so ein echtes Berlinale-Tagebuch werden. Aber erstens ist mein Programm zu sportlich getaktet und zweitens lassen die mich nicht in die „Writer’s Lounge“ im Hyatt Hotel. Daher hier nur eine persönliche Auswahl an mir bemerkenswert scheinenden Filmen, die meistens abseits des offiziellem Wettbewerbs gezeigt werden. Wenn ihr euch für Angelina Jolie interessiert oder wissen wollt, wer das Ding hier gewinnt, dann schaut am besten in die Tages- und Onlinepresse eures Vertrauens.

Am Eröffnungstag war traditionell nichts los. Man konnte sich ein bisschen warmstehen, den Akkredierten beim Lästern über die diesjährige Berlinale-Tasche und vor allem ihre Träger zuhören oder am Abend im Fernsehen der deutsche Schauspielzunft dabei zusehen, wie sie in schier unglaublicher Redundanz erklärte, dass (und manchmal auch warum) sie Berlin so wahnsinnig lieb hat („aufregend“, „verrückt“, „international“, „so vertraut“).

Ab Freitag dann Filme: Zum Beispiel “Hot boy noi loan – cau chuyen ve thang cuoi, co gai diem va con vit” aka “Lost In Paradise” von Ngoc Dang, der seinen Platz im Panorama des Festivals wohl vor allem der Tatsache verdankt, dass er – so hörte man jedenfalls – die erste vietnamesische Produktion ist, die explizit schwule Beziehungen inszeniert. Als Ausgangspunkt für seine Erzählstränge nutzt der Film einen Schwulenstrich in Saigon. Überraschenderweise bekommt man hier aber kein knallhartes Sozialdrama: Trotz aller vorhersehbaren Schicksalsschläge menschelt es hier 90 Minuten, bis der Film im Kitsch ertrinkt, aber dennoch nicht baden geht: Irgendwann laufen die Protagonisten zu süsslichem Viet-Pop tatsächlich in Zeitlupe mitten in Saigon durch ein Meer von Seifenblasen – außerdem gibt es sehr viele Szenen mit sehr süßen Katzen und sehr knuffigen Enten. Wodurch das offensichtliche Anliegen des Films (nämlich von der Unmöglichkeit eines schwulen Lebens in den Zirkulationen von Gewalt und Prostitution zu erzählen) etwas ins Hintertreffen gerät. Ein guter Film, wenn man (wie ich) Enten und vietnamesische Popsongs mag – für Cineasten eher nichts: Immer wenn die Dialoge die Tränendrüsen attackieren, werden sie von einer Kamera unterstützt, die dann stets ganz nahe Close-Up aufs Gesicht schießt. Aua.
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Benjamin Weiss
 
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6.02.2012 | 16:02
 
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OK Go: Needing/Getting

Auto als Musikinstrument

Musik Nebensache: Das neue Video von OK Go “Needing/Getting” macht ein bisschen Werbung für Chevrolet, aber sonst vor allem Spass, denn außer Klampfe und mehr oder weniger gelungenem Knödel-Gesang von der Band gibt´s erstklassige Drums und funky Percussion von der Karre.



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20.01.2012 | 14:33
 
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Konspirative Küchenkonzerte

2. Staffel startet heute Abend mit Stefan Marx und Scooter


Bild: Claudia Höhne

Eigentlich ersäuft bereits das deutsche Fernsehen an diversesten Kochshow-Formaten, die Konspirativen Küchenkonzerte aus Hamburg haben sich aber mit ihrer ersten Staffel in der jüngeren Vergangenheit eine sehr eigene, alternative Nische des Brutzel-TV geschaffen. Es wird nicht nur bierernst in die Töpfe renommierter Starköche geguckt. Es wird live Lärm gemacht, improvisiert und alles kommt mit dieser hanseatisch angebierten, rot duftenden Pudelnote. Das scheint auch der Kritik zu gefallen, deshalb wurde die zdf.kultur-Show gleich für den diesjährigen Grimme-Preis nominiert. Heute Abend um 22 Uhr startet nun die zweite Runde mit der so abstrus wie kongenialen Gästekombo Scooter und Stefan Marx. Die Proto-Remmidemmi-Raver und der Peter Saville des Hamburg-House. Gastgeber und Chefhaube Marco Antonio Reyes Loredo kredenzt passend dazu Wurst mit Soße. An den folgenden Freitagen sind u.a. Justus Köhncke, Ja, Panik und Michaela Mélian zu Gast. Wir geben dem öffentlich-rechtlichen TV hiermit eine zweite Chance. Das mit diesem Tatort geht ja auch nicht mehr auf Dauer.

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Sascha Kösch
 
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18.01.2012 | 11:19
 
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Sons Of Anarchy bekommt Internet-Erstausstrahlung

Aus der Serie: Unglaublich aber wahr, immer diese Serien

Wir müssen zugeben, die Tatsache, dass Sons Of Anarchy, dessen vierte Staffel in den USA jetzt läuft, nicht von Fernsehsendern übernommen wurde, ist schon merkwürdig genug. Aber dass jetzt erst zum ersten Mal eine “Hitserie” Premiere im Internet feiert, ist irgendwie nicht von dieser Welt. Wir haben die Kämpfe zwischen Torrents, Streaming und Fernsehsendern nicht mehr ganz so minutiös in den letzten Jahren beobachtet, denn nach dem Autorenstreik ist nicht zuletzt auch die Qualität der US-Serien um einiges gefallen, aber dass wir noch 4 Jahre von einer Realtimeumsetzung des globalen Torrentkinos entfernt sind, ist eigentlich eine Sensation. Vielleicht hat auch das Thema diesen eigentümlichen Flashback-Effekt zu verantworten den diese Meldung auf uns hat? Oder es ist ein Wortspiel mit dem Titel? Auch die Söhne der Anarchie müssen erst mal in die Grundschule?

PS: Läuft ab Morgen auf myvideo.de



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