Charlies Angels, Pan Am, Once Upon A Time. Girls, Girls und mehr Girls.

ABC hat eine Menge an halbgaren Shows zu ersetzen. “V”, das nach Stotterstart dann doch niemand mehr so wirklich interessierte, “No Ordinary Family” (Heroes für die ganze Famile), dem selbst Julie Benz nicht zum Erfolg verhelfen konnte, das etwas unterschätzte “Detroit 1-8-7” in dem Sopranos Michael Imperioli eigentlich von Woche zu Woche mehr Charakter bekam, das aber etwas zu sehr unter dem Versuch gelitten hat, den Reality-Cop-Eindruck mit dem Southland schon halb gefloppt war, nachzuahmen. Und dann waren da ja auch noch “Brothers & Sisters” (ja, das lief wirklich nach wie vor), die Matthew Perry & Allison Janney Comedy “Mr. Sunshine” und das gerade mal zwei Episoden durchhaltende Doku-Reality-Drama-Ding “My Generation”. Mit neuen Dramas hatte man in der letzten Zeit bei ABC nicht wirklich Erfolg.

Von den Midseason-Serien könnte “Good Christian Belles” etwas werden, auch wenn die Umbenennung des Buchtitels von Bitches in Belles eher magere Witzchen verspricht und man sich fragen kann ob ABC wirklich noch einen Versuch braucht ein weiters Desperate Housewifes zu finden. Kristin Chenowweth ist aber eigentlich immer amüsant.

“Work It” und “Apartment 23” sehen nach durchschnittlichen mageren Comedys aus, “Scandal” nach einer Justizserie an die sich nach dem Sommer niemand mehr erinnern wird, und die Reality-Horror-Serie “The River” in der eine Kameracrew unheimliche Begegnungen im Amazonas hat, kann weder auf große Schauspielkunst der drittklassigen Besetzung hoffen, noch auf ABC’s Reality-Drama Fans. Das sie es überhaupt mit so einem Thema versuchen ist schon erstaunlich.

Im Herbst ist einer der großen Aufhänger dann wohl definitiv das Remake des Remakes von “Charlies Angels“, bei dessen Casting es wohl vor allem darum ging, ob in irgendeiner Krankenhausserie wer gefeuert wurde. Rachael Taylor kann zumindest zwanglos eine Stunde am Donnerstag vor “Greys Anatomy” (da läuft das dann) weiterspielen, Annie Ilonzeh kommt von “General Hospital” rüber und Minka Kelly verlässt ihren Job als Asperger-Schwester in Parenthood. Wenn die drei also in der Serie irgendwen in krankenhausreif treten ist das Rettende nah.

Revenge” ist die nicht selten gefloppte Geschichte eines Heimkehrers in die Heimatstadt zwecks Geschichtsbereinigung und Erfüllung von Rachegelüsten, und wer die entschlossen eingesichtige Emily Van Camp in “Brothers & Sisters” schon kaum ertragen konnte, wird das in einem Setting zwischen Beachklamotten und Abendgarderobe wohl nur schwer aushalten. Die eigenwillige Platzierung am Comedy-Mittwoch scheint auch bei ABC irgendwie darauf hin zu deuten, dass sie der Serie eher keine Chances ausmalen.

Die vielversprechendsten Shows packt ABC eigentümlicherweise Rings um “Desperate Housewives” am Sonntag. “Once Upon A Time” spielt in den Parallelwelten Kleinstadt und Märchen und featured mit Ginnifer Goodwin von “Big Love” (ja, das ist endgültig vorbei) als Schneeweisschen und Jennifer Morrison die ja sang- und klanglos bei House verschwand nicht nur Ultrapompkostüme wie im Trailer angedeutet.

Das zweite Highlight könnte “Pan Am” werden, dem Christina Ricci hoffentlich im Alleingang schon dazu verhilft, dass es nicht zu einem Greys Anatomy meets Mad Men verkommt. Will man irgendeine Quintessenz aus dem ABC Program für den Herbst lesen, dann die, dass sie mehr denn je darauf setzen ein Frauensender zu werden, uns soll das Recht sein.

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