Der neue Podcast auf 3min.com versucht das Nachtleben in Berlin zweimal pro Woche in einer Clipcollage einzufangen

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Quelle: flickr.com / Fotograf: _timl

Das Nachtleben in der Hauptstadt gehört zu dem ausgeprägtesten der Welt, das auf den Schultern der Generation Easy-Jet-Raver für ein nicht abklingendes Interesse sorgt. Grund genug für die Produktionsfirma fullscrn das Treiben in Bild und Ton einzufangen, jeweils montags und freitags mit einer neuen Episode. Doch bereits nach Folge Eins scheint der investigative Journalismus seine Tücken bereitzuhalten, steht neues Material noch immer nicht zur Verfügung und scheint im Rausch der Stadt hängengeblieben zu sein.

Auf knapp acht Minuten Spielzeit erschließt sich das Konzept der Serie noch nicht innerhalb des Piloten, dient die Spielzeit doch einer Collage von drei Kurzfeatures, die mehr über Bilder als einen Inhalt zu kommunizieren versuchen. Verschafft Woody seinen persönlichen Eindruck vom Planet in Originalkulisse, steht der Parkdeckrave in Neukölln auf wackeligen Füßen wie auch die Live-Session mit Aka Aka auf der Spree.

Statt auf dem Bildschirm einer Crowd beim Schwingen aus statitischer Perspektive zuzuschauen, würde die eigene Partizipation höchstwahrscheinlich mehr den bezweckten Spirit des Clubbings erschließen, ebenso wie die Kürze der Woody und Aka Aka Features genau dann abbricht, wenn die Artists nicht mehr nur im freien Raum stehen, sondern Inhalte bereitstellen könnten. So bleibt After Hours in seiner Premiere eine lose Collage von drei Episoden aus Berlin, die sich vielleicht in den folgenden Episoden für eine Richtung der Berichterstattung entscheiden können und diese konsequent durchziehen. Wann dies der Fall ist, weiß nur das Ende der Afterhour.

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2 Responses

  1. Mathias Blech

    Du meinst: Heim = da wo du herkommst, bevor du nach Berlin kamst?

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