Girl Groups und Handyscreens

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Was wäre eine Auslandskorrespondenz, wenn man sich nicht auch mit den dortigen Mainstream-Popkulturen auseinandersetzen würde. In Südkorea dominieren ohne jeden Zweifel Girl Groups das dortige Straßengeschehen. K-Pop heißt das ganze auch, im Gegensatz zum japanischen J-Pop, wobei von C-Pop aus China als Popexport bislang noch nicht die Rede sein kann. Eine hier mit den Spice Girls fast vergessene Performancesprache, ist im Land der schnellen Handys und HiSpeed-Internetpenetrationen der vorherrschende Tenor. Neben äußerst lasziven Dancesteps, scheint auch der frankophone Bratz mit seinen Neontönen fast mehr als nur Nebenwerk zu sein.

Es knallt und wirkt für europäische Gemüter bisweilen ein bisschen schrill, aber wo viel Tempo und Dynamik herrscht, bleibt keine Zeit für abendländische Gemütszustände. Hier eine kleine Compilation der Tracks, die die Straßen von Seoul, Karaoke Rooms und Nachtmärkte derzeit übertönen. Besonderes Augenmerk auf den Track “Amoled”, wo avancierte Handydisplaytechnologien zum Titel genommen werden und die Schwelle zu den Charts ohne weiteres überschreiten können. Das hätten die Deutschen vor 10 Jahren auch mal mit “MP3″ wagen sollen. Die “Wonder Girls” in ihrem Nachkriegs-Chic schafften es vor kurzem gar in die US-Billboard, worauf die dortige Popindustrie genauso stolz ist wie Bolle, wie der Rest der Nation auf den explosionsartigen Consumer Electronic Boom der Jaebol-Oligarchie.


4Minute – Hot Issue


Brown Eyed Girls – Abracadabra


2NE1: I Don’t Care


Son Dambi-After School – Amoled


Wonder Girls – Nobody

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