Universal Everything

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Ji-Hun Kim in De:Bug 130.

Wenn die Digitalisierung etwas ästhetisch bewirkt hat, dann ist es die Tendenz zur Synästhesie der Medien. Klang und Bild verschmelzen immer mehr, da die Ausgangsbasis der digitalen Datei Schnittmengen ermöglicht, die die klassische Trennung von Musik und Film weit dehnt und neu interpretiert.

Advanced Beauty präsentiert das Potential von Soundskulpturen mit zeitgenössischen Mitteln wie digitalem Processing und fortgeschrittener elektronischer Audioanalyse. Internationale Künstler wurden hier eingeladen, um auf einer ”weißen Leinwand“ Sound mit eben jenen Mitteln zu visualisieren. Wie sieht Klang aus? Wie könnten Töne schmecken? Jene Aspekte der physiologischen Anormalität setzen hier die Basis für fluide Strukturen, für eine gesamtheitliche Sinneserfahrung und für ästhetische Formen und Neuausrichtung von Wahrnehmung.

Auch wenn der Begriff der Videokunst mittlerweile einen ranzigen Beigeschmack hat, ist der hier gezeigte Ansatz nicht nur zeitgemäß, auch werden Potentiale aufgezeigt, die noch lange nicht zu Ende gedacht sind, die mediale Konvergenz und ihre Ästhetik abbilden und den Status Quo der Medienkultur manifestieren.

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