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28.04.2008 | 15:12
 
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DVD: I’m a Cyborg but that’s OK

Brillante Irrenhausgeschichten rings um den putzigsten Cyborg seit R2D2.


Sascha Kösch in De:Bug 121.

I’m a Cyborg but that’s OK
2007, Regie: Chan-wook Park
Rapideye Movies

Mit “I’m a Cyborg but that’s OK” war meine Liebe für das koreanische Kino endgültig besiegelt. Mir doch egal, dass das in Korea trotz Rain (der koreanische Justin Timberlake) in der Rolle seines Lebens an den Kinokassen nicht gerade ein Hit war. Auch wenn man es nicht gerade als typisches koreanisches “Autorenkino” (es wird ziemlich viel geredet, die Specialeffects sind überdreht, die Inszenierung fast überbunt) bezeichnen würde.

Brillante Irrenhausgeschichten rings um den putzigsten Cyborg seit R2D2, Su-Jeong Lim, die schon in A Tale Of Two Sisters (als halbe Irre) und Happiness (als wandelndes Außer-Puste) mehr als überzeugt hat. Sie ist ein batterienuckelnder Mecha mit bunt leuchtender Fußnagelstromanzeige, der über das Gebiss ihrer Oma (Geschlechter spielen bei Cyborgs keine Rolle) mit allem, was Strom hat, reden kann, und – das Ernährungsproblem hab ich erst beim dritten Mal erkannt, weil, logisch, Cyborgs essen ja nicht – hinterher mit duftem Reismegatron, angetrieben von einem Marienbildchen, zwecks Ultraaufladung mit Blitzableiter campen geht.

Camp könnte man überhaupt sagen. Selten waren Cyborgs so nah dran am echten Leben (auch irgendwie ein Irrenhaus). Selten war eine so skurrile Mischung von Wahngeschichten so wahr. Und wenn es eine Anorexie-Parabel sein soll, tut das auch nicht weh, denn Anorexie ist alles andere als eine Krankheit.

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