Dronen-Metaphern in einer Zukunft die so nah scheint

Wenn man sich den Trailer zum Remake von RoboCop ansieht, kann man nicht umhin, das Ding zuerst als eine Geschichte über die umstrittenen Inlandseinsätze von Drohnen in den USA zu lesen. Bei allem Willen, das in eine Angst vor Robotern umzudeuten (Robcalypse ruft), wirkt das irgendwie als Grundthema. Überwachung darf natürlich auch nicht ausgelassen werden, aber anders als im richtigen Leben werden die Kinder hier nicht niedergemetzelt.

Der merkwürdige Dreh aber beginnt genau dort, wo RoboCop allzumenschlich wird und man sich denken soll, Kinder, das mit den Drohnen ist gar nicht so schlimm, wenn da nur Menschen integriert werden. Dass Menschen in hochtechnisierten Prozessen gerne eine zusätzliche Fehlerquelle sind, fällt dann bemerkenswert spät auf und man weiss, ja, Hollywood, die werden nie was hinzu lernen.

Bemerkenswert auch, wie nah an der Realität so ein SciFi wie RoboCop heute ist, denn vieles von dem was im Film als Element der Zukunft auftaucht, ist in den Labors längst da und läuft für die DARPA im Gleichschritt. Vielleicht ist auch das ein Grund für die vielen SciFi Remakes, weil man einfach langsam in der Zukunft von damals angekommen ist und jetzt eine ganz andere Faszination für die greifbare Zukunft entwickelt, die einem manchmal unheimlich nah ist aber doch immer noch fremd.

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