Über Cyriak braucht man eigentlich nicht viel zu sagen, die mit morphenden Tieren bevölkerten Videos sprechen für sich und die Musik passt auch immer perfekt. Deswegen nach “Welcome to Kitty City” hier noch der Klassiker “cows & cows & cows”:
Es gibt genau einen Grund sich Ringer auf CW anzusehen. Sarah Michelle Gellar. Und gleich noch in einer Doppelrolle als doppelt verhunzte Zwillingsschwester. Die Geschichte ist schnell erzählt. Gellar 1, Bridget, verlässt ihre Selbsthilfegruppe für Abhängige und ihr Gerichts-Date als Kronzeugin zur Verurteilung eines schäbig aussehenden Kriminellen, das ihr die eigene Verurteilung wegen Drogen dank FBI-Deal ersparen sollte, um ihre lange nicht gesehene Zwillingsschwester Gellar 2, Siobhan (spricht sich ähnlich wie Joanne), in New York aufzusuchen, die scheinbar das Leben einer Uptown-Prinzessin führt. Beide gehen auf Bootsfahrt im Rennboot, reiche Schwester vermutlich über Bord, Bridget übernimmt das Leben ihrer Schwester und findet Stück für Stück heraus, dass auch da einiges nicht stimmt.
Und natürlich, die Einstiegsszene zeigt “Buffy” in einem Kampf. Der wirkt so ungelenk, wie in der ersten Buffy-Staffel, als man noch bei jeder Folge dem Gott der Stuntmen opfern wollte damit er uns allen vergibt. Angelegt ist das ganze als eine Art Thriller, mit durchaus durchdachter Geschichte, was in den Ami-Medien als komplex gelobt wurde, die Spannung wird meist aber wie ein Alka-Seltzer in melodramatischen Gesichtsgroßaufnahmen aufgelöst. Was einige Kritiker zu der Annahme veranlasst hat es wäre eine Art Film-Noir Serie, Konzentration auf das innere Drama, New York Upperclass-Setting, ein gewisser Hang zur Kostümshow, etc., ist in der filmischen Umsetzung gelegentlich etwas steif. Zu gewollte Überbelichtungen treffen auf zu sehr auf Technicolor getrimmte Farben, aber all das kann einen Buffy-Fan nicht erschüttern.
Das Problem ist Sarah Michelle Gellar. Und die Frage ob sie wirklich drei Rollen auf einmal spielen kann. Die beiden Schwestern, und Bridget als Siobhan obendrein. Nach der ersten Folge sind die Zwillings-Charaktere noch so undifferenziert und schemenhaft, dass wir erst Mal hoffen im Laufe des Dramas knuffelt sich Gellar da irgendwie rein. Denn bislang ist es eine reine Personalityshow rings um Sarah Michelle Gellar, die obendrein auch gleich noch als Co-Produzentin agiert. Der Rest der Besetzung bleibt bislang völlig im Hintergrund. Nestor Carbonell (Richard Alpert in Lost) hatte als FBI-Agent bislang einfach keine weitere Qualität als nicht festzustellen, dass die ausgewechselte Zwillingsschwester sein entlaufener Kronzeuge ist, Kristoffer Polaha (Nate Bazil in Life Unexpected) als geheimer Liebhaber und Ehemann der besten Freundin von Siobhan wirkt eher knuffig als verstohlen, und Tara Summers (zuletzt in Damages als Alex Benjamin bekannter aber als Katie Lyon in Boston Legal) bringt als einzige ausbaufähige Präsenz in ihre Rolle.
Weitersehen? Das ist die einzige Chance, denn nachdem CBS den Piloten abgelehnt hat und ans Lite-Network CW abgegeben hat, vermuten wir da ist noch zu viel an Unsicherheit in der ersten Folge, die sich an allen Ecken visuell und in den Charakteren spiegelt, dass es eigentlich nur besser werden kann. Die Rettung könnte hier in mehr Humor liegen, das dem Cast weit mehr entsprechen würde. Und da die Geschichte eigentlich nicht viel mehr hergibt als eine Staffel – dreizehn Folgen sind bestellt – wäre es auch nicht allzu Schade wenn sie sich danach in nichts auflöst.
Die Berliner Partyreihe feiert am Samstag einjähriges im Chez Jacki
Die ungewöhnliche Berliner Partyreihe Densehall bittet anlässlich ihres einjährigen Bestehens am Samstag zum gemeinschaftlichen Ringelpiez im Chez Jacki (hinter der ehemaligen Maria: An der Schillingbrücke 1, S.Bhf. Ostbahnhof). Nach zwölf rumhreichen Nächten, die kräftig am Genre-Karussell gedreht haben, bringen die Jungs und Mädels aus Friedrichshain ein dickes Line-up auf die Bühne um sich bei allen treuen oder neuen Partygästen zu bedanken.
Zuerst pumpt Slugabed (Ninja Tune/Planet mu) eine komprimierte Bassexplosion, die sich von Hip Hop, Funk bis Skwee ausbreitet, in die Menge. Dicke Bässe gibts auch danach von Anstam (50 Weapons), die sich direkt weiter in elektronischere Gefilde zwischen Techno und Dubstep hämmern. Ein bisschen gediegener gehts bei My Dry Wet Mess (Magical Properties/Brainfeeder)zu, der euch auf eine audio-visuelle Traumexpedition mitnimmt, bevor MFO (MFOptik) und die Dense Allstars zum Tanz in den Morgen bitten.
Die Grenzen verschwimmen im Video zur neuen Single des Kölners
Das die Grenzen zwischen gut und böse fließend sind, illustriert Roland M. Dill im Video zu seiner neuen Single “Good Bad Ugly And Evil” (Trapez 122). Hier morphen Ausschnitte aus Werken klassischer Malerei, überwiegend Skizzen Leonardo Da Vincis, zwischen den vier Stichwörtern hin und her. Und auch die Musik wird als Mash-Up-Mix aus allen Tracks der EP präsentiert: “Auf Basis des musikalisch sicherlich spannendsten, “The Good”, mit Elementen und ganzen Passagen aus den anderen drei Tracks”, wie Roland sagt. Dass die Wahrnehmung der angesprochenen Pole natürlich äußerst subjektiv ist, symbolisiert der Kopf, in dem sich alles abspielt. Mutet ein wenig psychedelisch an, was sich ganz wunderbar mit den Tracks verträgt.
Trailer einer neuen Doku über die New Yorker House-Szene Mitte der 90er
1996 landete der damals 19-jährige Franzose Farid Slimani in New York, um in damals schon legendären Clubs wie Body & Soul, Limelight, Zanzibar, Twilo oder der Sound Factory zu tanzen. Auf seinem zehntägigen Trip fing er an, die Szenerie um sich herum zu filmen und jetzt, fünfzehn Jahre später, ist die Doku “Back In The House”, die wohl fast ausschließlich auf Original Footage aus der Zeit besteht, fertig. Und Slimani hat wirklich mit fast allen relevanten Playern und Hot Shots der New Yorker Szene gesprochen. Von Louie Vega, über Junior Vasquez, Kenny Dope, Tommy Musto, Erick Morillo, Roger Sanchez, Francois K, Danny Tenaglia, DJ Sneak, Joe Claussell, Kerri Chandler bis hin zu Juan Atkins, Terry Hunter und Steve Silk Hurley. Den zwölf minütigen Trailer und mehr Infos zu “Back In The House” gibt es hier.