Dortmund, noch bis zum 02.03.2014

Ein Begriff im Wandel der Zeiten. Industrialisierung, Großkonzerne, Wirtschaft, Rohstoffe, Umweltverschmutzung, Gewerkschaften, Fortschritt: Wo sonst in Deutschland könnte man dem Thema Industrie besser ein fünfmonatiges Festival widmen als in Dortmund, im Herzen des Ruhrgebiets. “Industrie” wird folgerichtig im Industriedenkmal U dabei sowohl historisch beleuchtet, in der Gegenwart verortet und fit gemacht für die Zukunft. In Ausstellungen, Konferenzen, Workshops, Installationen, Perfomances und Filmvorführungen geht es dabei um alle nur denkbaren Assoziationen des Begriffs. Von Industrial Music bis zur Finanzindustrie, dem Strippenzieher des globalen Wahnsinns. Das vom HMKV initiierte Festival spinnt dabei seine thematischen Fäden um drei Hauptveranstaltungen. “Industrial (Research)” ist keine Ausstellung im klassischen Sinne, sondern versteht sich als Arbeitsplatz, Forschungslabor und Fundgrube. Hier beschäftigt man sich mit dem Strukturwandel ehemals stark industrialisierter Landstriche und analysiert Folgen, Chancen und geographische Verschiebungen nicht zuletzt auch in Hinsicht auf Kunst, Sub- und Popkultur. Die Ausstellung “Requiem für eine Bank” widmet sich der Finanzwirtschaft und zeigt vielzählige Arbeiten aus Architektur, Medienkunst, der bildenden Kunst und Peformances zu diesem Thema. Axel Brauns “Zugunsten einer Gesellschaft von morgen, für die wir heute schon bauen” schließlich ist Installation, die die zweifelhafte Geschichte der mittlerweile zerschlagenen WestLB unter die Lupe nimmt. Deren futuristische Gebäude bilden den perfekten Ansatzpunkt für längst vergangene Utopien.
HMKV

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