Was für ein Monster. Der Titeltrack klingelt sich mit Synthglöckchen erst mal in diese Art Sommerstimmung, bei der einem jeder Sound auf der Haut brennt und stürzt sich dann mit unerwarteten Klängen immer tiefer in die überschwappende Euphorie, die in verhallten Orgeln explodiert und dann in immer wilderen Dubexperimenten voller Tapedelays und verdrehtem Glück losjubelt. Ein Track der nicht aufhören kann immer wieder neue Höhepunkte zu erfinden. “Suddenly I Woke Up” beginnt ruhiger, logisch, aber ist auch schnell mitten in diesem eigenwilligen Sound aus Soulsamples, flirrendem Glück, wild überoptimistischen Orgeln, verrückt oldschoolig halligen Basslines, slammenden Snarewirbeln und leicht trudelnden Strings so busy, dass man fast nicht mehr mitkommt. Wenn es nicht so aufgerauht wild wäre, würde man denken hier versucht jemand Oldschool-House die Euphorie von 2Step einzuimpfen, aber vor allem die magische Modulation der Sounds, die einem unter der Hand von Saag nicht selten unwirklich flüssig und flink durch die Ohren glitzern und einen in eine völlig andere Welt führen, macht diese Platte so irre gut. Weshalb es von beiden noch Dub-Versionen gibt, so perfekt wie sie im Original schon sind, ist uns aber nicht klar.

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