Warum ich es liebe, wenn Stücke so kaputt anfangen, als wäre das alles auf einem Tape zusammengeschrotet, weiß ich auch nicht. “Soothe Me” beginnt aber nur so, verfällt sofort dem klingelnd hymnischen Tänzeln der Melodien, will aber nicht auf diese dampfende Sommerstimmung hinaus, sondern auf den grabbelnd kantigen Funk hinter allem, der immer wieder in kleinen Treppenstürzen der Melodien und Basslines, die voller Spannung wild kicken, dem Track ein bockig aufbäumendes Flair gibt. Hingabe ja, aber nur wenn die Energie dabei zum Bersten gespannt ist. Auch “At The Flip” schimmert zunächst irgendwie aufgeraut sanft, glitzert einem dann aber mit seinen fast flächigen Hi-Hats nicht durch die Ohren, sondern sitzt auf dem Boden dieser wuchtig pumpenden Bassline, die erst den perfekten Ort schafft, für diese immer wieder angerissenen Jazzpiano-Einwürfe. Musik die sich ganz und gar dem Spiel zwischen Bass und wohligen Explosionen drumherum widmet. Von Anfang bis Ende Perfekt.

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