Irgendwie dürfen sich Tuff City Kids immer wieder breit als Remixer auf ihren eigenen Releases austoben. Janson & Lauer feiern auf dem Looney-Mix die leicht flausigen Breaks der ersten Ravezeiten, werfen sympathische Sample-Chords ein, gelegentlich ein Klassiker-Sample, tänzeln aber dennoch mit einer viel epischeren Erzählweise durch den Track, als man bei den ganzen Assoziationen vermuten würde. Das klingt nicht wie 91 im Londoner Hinterland, sondern glitzert wie eine Neuinszenierung die sich gar nicht erst darum kümmert, dass die Vergangenheit jetzt in völlig neuen Farben strahlen kann, sondern völlig in ihrer eigenen lässig schlendernden Begeisterung aufgeht. Der TB-Mix sucht nach der Emphase des elektronischen Rauschens in den Konstellationen zwischen analogen Basslines und Breakbeats, smoothen Chords, wehenden Vocals und dieser fundamentalen Trance ohne Hängenbleiber, die irgendwie immer nur mit solchen Breaks entstehen kann. Das alles ist nicht Back-To-The-Future, schon gar nicht Retro, kein Breakbeat-Instagram, sondern purer Flow von Gefühlen, die einfach keine Zeit kennen.

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