Die Fortsetzung von "Extraleben" - Retro-Weihnachtstipp für Leseratten

Es waren einmal zwei Nerds, die waren sich selbst genug – auch wenn der Kumpel des Ich-Erzählers immer mal wieder auf die Nerven ging, machte der gemeinsame Alltag zwischen StarWars-Mythen und Register-Dropping des 6502 doch einiges her. Aufgrund einiger verketteter Zufälle und der Dedektivwut der beiden bekamen die beiden zum Ende des direkten Vorgängers zu “Der Bug” eine neue Aufgabe gestellt, um die es in “Der Bug” im Großen und Ganzen geht. Das haben Nachfolger so an sich und daher möchte ich auch gar nicht mehr verraten.

Persönlich hat mir “Extraleben” zwar besser gefallen, was aber eher daran liegt, dass die Charaktere sehr schön eingeführt werden und diese Brillanz im Nachfolger etwas fehlt – “Der Bug” bringt nichtsdestotrotz alle Qualitäten mit, die auch schon den Erstling lesenswert gemacht haben. Zahlreiche Mythen aus der Computer- und Games-Geschichte entlang einer leicht verdaulichen und clever erzählten Roadtrip-Story, die zwar teilweise ein wenig vorausschaubar, aber dennoch nie langweilig wird. Außerdem wartet sie mit einem im besten Sinne hollywoodesquen Ende auf, ein knackiges Finale und eine tolle Idee dahinter, aber wie gesagt: Mehr verraten wird nicht.
Ich rate auf jeden Fall, den ersten Teil zuerst zu verkosten und die Neugier am Ende mit dem zweiten Teil zu stillen. Beide lesen sich innerhalb weniger Tage weg und eignen sich auch im Doppelpack wunderbar als Geschenk für jene Menschen, die schon alles in ihrem nerdigen Hobbykeller versammelt haben, oder wenigstens damals einen C64er mit 200er-Diskettenkiste dort stehen hatten. Sprich: Nahezu alle Jungs, die sich jetzt in den Dreißigern befinden.

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