Das Remake der Eroberung der Neuen Welt

Es ist wirklich schon 14 Jahre her, seit der Ableger des ersten Civilizations mit perfekter Spielbalance zum Rundenstrategiespielklassiker wurde. An dem eingängigen, aber dennoch komplexem Gameplay rund um die Gründung einer Kolonie in der neuen Welt wurde so gut wie nichts geändert, so dass man sich als alter Hase jauchzend auf die Kolonisierung Amerikas stürzen kann. Setting wie Spielverlauf bleiben also beim Alten: Man wählt zum Anfang des Spieles eine der vier Kolonialmächte aus und beginnt nun mit einer Schiffsladung Siedler (religiöse Eiferer, Kleinkriminelle, gerade was sich so am Pier gesammelt hat), eine erste Siedlung in der neuen Welt zu gründen.

Hier werden Rostoffe geerntet, weiterverarbeitet, die so gewonnenen Kolonialwaren der alten Welt verkauft und wieder neue Immigranten über den großen Teich transportiert und zu Spezialkräften ausgebildet. Als Ziel gilt es immernoch, die Unabhängigkeit vom Mutterland zu erreichen, wobei der Unabhängigkeitskrieg das letzte Kapitel des Spiels darstellt. Diesen Schritt kann man jedoch nur wagen, wenn die rebellische Stimmung der Siedler über 50% liegt und eine schlagkräftige Kontinentalarmee zur Verfügung steht, welche das vom König geschickte Expeditionskorps vertreiben kann.


Im Vergleich zu dem Original von 1994 gibt es dennoch kleine Erneuerungen: So wurde die Anzahl der Ureinwohner stark erhöht, so dass man im Spiel so gut wie keinen Fleck auf der Landkarte findet, welcher nicht einen Indianerstamm als Nachbarn hat. Mit diesen stellt man sich vor allem am Anfang besser gut, sonst wird aus dem Traum einer Kolonie schnell eine rauchende Ruine. Auch die Berufung der Gründungväter ist jetzt abhängig von der Produktion von Handels-, Religions-, Militär- oder Enteckungspunkten. Umso mehr die Siedlungen produzieren, desto mehr steigt die Chance, dass sich ein Gründungsvater mit seinen vorteilhaften Fähigkeiten dem eigenen Kontinentalkongress anschließt.

Wurde eine Einheit besiegt, so wird diese nicht mehr wie im Vorgänger zur nächst niederen Stufe degradiert, sondern schlichtweg ausgelöscht. Gewinnen Einheiten mehrere Kämpfe oder entdecken Schätze, so kann man diese, wie aus der Civilization-Reihe gewohnt, befördern und spezialisieren.
Das Spiel spielt sich dennoch wie der Vorgänger, und das ist ausdrücklich als Kompliment gemeint. So ist Sid Meyers der Spagat zwischen tollen bewährten Gameplay und den Funktionen von Civilization 4 geglückt, so dass Fans vom alten Colonization und Neulinge im Besiedeln Amerikas beiderseits in viele Stunden die Besiedelung des neuen Kontinents vorantreiben können.

About The Author

2 Responses

  1. Thomas

    Hallo ich habe alle teile von civ ich finde es ist das beste strategie spiel der welt!
    Bin jedes mal wen ein neuer teil für PC erscheint total aus dem häuschen ich bin mit civ gross
    geworden. Ich hoffe es kommen noch viele teile von civ! ich würde sogar das doppelte zahlen!!!

    Reply
  2. walda

    kann die meinem meinem vorredner leider nicht teilen.
    bis auf die aufgebohrte grafik bleibt das spieldesign unverändert.
    dann lieber gleich das original von 93 spielen…

    Reply

Leave a Reply

Your email address will not be published.