Das Update des Prügel-Klassikers bleibt dem zweiten Teil treu und sorgt für Controller-Knappheit in Europa..

Wenn es um 2D-Prügeleien ging, waren sich Fans einig: Über das “Original”, Street Fighter II, geht so schnell nichts. Balancing, Charakterdesign und Steuerung: nahe der Perfektion – und vor allem: Durch die extreme Marktdurchdrängung (immerhin war SF2 damals einer der System-Seller für das Super Nintendo) kann es fast jeder, ein bisschen. Zu der damaligen Zeit war ausserdem ein Novum, dass sich comichaft-überzeichnete Charaktere bekämpfen und nicht wieder nur die klassischen Kampfsportler. Die Gummiarme des Fakirs Dhalsim erfreuen groß und klein in ihrer Überzogenheit – so sehen Special-Moves in einem Computer-Spiel aus!
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Mit Street Fighter IV gelingt Capcom nun, was dem dritten Teil verwehrt geblieben war: Ein Uptodate-Update des quasi-Standards im Prügelgenre, dass den Entwicklungen der letzten Jahre Tribut zollt. So können sich Spielerecken im neuen Teil über die bestehenden Services online messen, die althergebrachten Moves und Combos werden durch ein bereits im dritten Teil und einigen zwischendurch erschienenen Veröffentlichungen installiertes “Focus”-System erweitert, dazu gibt es noch Persönliche Special-Move-Filmchen, die allesamt per komplizierter Tastenkombinationen freigeschaltet werden.

Ein Hype enstand, durch ein cleveres Marketing unterstützt (der Announcement-Trailer im Stile japanischer Tusche-Zeichnungen war überaus beeindruckend), und scheint seine Pflicht getan zu haben: Es scheint selbst bei Großhändlern und im europäischen Ausland keine “Fight Sticks” mehr zu geben, mit denen sich derartige Prügelperlen erst so richtig steuern lassen.

Halb so wild, der ambitionierte Nerd baut sich einfach seinen eigenen Stick.

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