Battlefield: Bad Company 2

Aha, da gibt’s ja sogar eine Story in Battlefield: Bad Company 2. Was erst wie ein schlichter Militärshooter anmutet, fügt sich dann doch noch sinnvoll zu einer Art „Soldatenabenteuer“ zusammen. Im Vorspann, der gleichzeitig als Tutorial dient, begleitet man gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eine Einheit auf einen Einsatz ins Japanische Hinterland. Plötzlich ein Dröhnen und ein Blitz – Peng! Schwarzer Screen und der Sprung in die Gegenwart in der man mit einer anderen Einheit sich auf die Suche begibt nach Informationen über eine geheimnisvolle Waffe, die irgendwann gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in falsche Hände geriet.

Im Gegensatz zu anderen Mititärshootern, in denen ständig Kriegsschauplätze wechseln und man immer wieder in die Rolle unterschiedlicher Soldatentypen schlüpft, begleitet einen bei BBC2 das selbe Squad das ganze Spiel hindurch. Dabei wurde versucht, den einzelnen Team-Mitgliedern eine stärkere Persönlichkeit zu geben und durch das ständige, teilweise sogar ganz amüsante Geplapper der Sidekicks werden Identifikation mit dem Team und eigenes Involvement unterstrichen. Dass man es dabei mit den mehr oder weniger stereotypen Buddies und der obligatorischen Kameradschafts-Romantik zu tun hat, ist klar.

Als Feindbild müssen mal wieder ein paar Russisch- und Spanisch- sprechende Paramilitärs herhalten, die sich insgesamt relativ statisch benehmen und dabei auch nicht sonderlich abwechslungsreich aussehen. Trotz der etwas behäbigen Gegner sind die einzelnen Level allerdings prima designt und bieten gute Möglichkeiten, sich anzuschleichen und Deckung zu suchen. Ein Panzer- und MG-Schützen-Level im Fahrzeug, bzw Hubschrauber ist natürlich inklusive. Der Witz an den verschiedenen Schnee-, Wüsten-, Dschungel- und Stadtszenarien ist aber nicht ausschließlich ihr taktisches und optisch ansprechendes Design, sondern die Möglichkeit, mit schwereren Waffen viel von ihrem Interieur zu zerstören. Das funktioniert dank der EA-eigenen Destruction 2.0 Engine ganz beeindruckend gut, so dass man beispielsweise einem Scharfschützen den man auf normale Weise schlecht treffen kann, einfach das Stockwerk unterm Hintern wegsprengt. Auf der anderen Seite besteht ein Nachteil allerdings wiederum darin, dass man dann gelegentlich nicht so ganz genau nachvollziehen, kann, warum man selbst jetzt gerade unter einem Trümmerhaufen begraben wurde.

Trotz gelegentlicher lags mit kurzen Tonaussetzern nach Ladesequenzen auf der PS3 ist Battlefield: Bad Company 2 ein astreiner Shooter, bei dem man nach dem nicht allzu schwierigen Kampagnen-Modus sich auch gerne noch ins Multiplayer Gefecht einloggt. Da sind die Gegner dann nämlich um einiges anspruchsvoller, aber wegen der großen Maps und der Möglichkeit, auch Fahrzeuge zu benutzen, kommen hier ganz spannende Gefechte  zustande.

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