In the Mix feat Armin van Buuren

Musik- und Partyspiele gehen weiterhin wie Hulle. Und obwohl man eigentlich selbst gar keine Musik mit diesen Games machen kann, bringen die meisten Titel trotzdem Spaß.
Echtes Deejay-Feeling soll jetzt das Wii exklusive In the Mix der niederländischen Firma Foreign Media Games ins Wohnzimmer bringen. Kein geringerer als der Großmeister des Hard Trance Armin van Buuren hat an diesem Titel mitgewirkt und Samples und Tracks beigesteuert. Spezielle Zusatz-Controller braucht man nicht, denn in den verschiedenen Spiel-Modi können mit Nunchuk und Wii-Mote Regler gedreht, Fader geschoben und Samples getriggert werden.



Nach der ausführlichen Einführungssequenz, in der wir einen der erfolgreichsten Deejays bei der Arbeit beobachten dürfen empfiehlt es sich erstmal, das Tutorial zu durchlaufen, denn die Bedienung von In the Mix ist alles andere als intuitiv. Für die Darstellung der Musik auf dem Bildschirm hat sich das Griffbrett-Schema durchgesetzt, auf dem einem die Noten entgegenfliegen, die dann die passende Knopfdruck-Reaktion erfordern. Ein kleines bisschen anders passiert das bei In the Mix. Im Mittelpunkt steht eine Art Tunnel-Röhre, die ganz im Stile einer obligatorischen Trance-Ästhetik mit ihren vier Ringen die vier Schläge eines Taktes repräsentiert und in vier Sektoren vier Spuren des Mischpults darstellt. In diesen Sektoren erscheinen dann im Laufe des Spiels immer wieder die unterschiedlichsten Symbole für unterschiedliche Controller-Bewegungen.

Diese Bewegungen, die DJ-typischen Handbewegungen entsprechen sollen, sind dann ein sachtes Rauf-Runter für Schieberegler, Hin und Her für den Cross-Fader und eine Drehbewegung für Drehregler. Ausserdem wird zwischendurch mit einer Klatschbewegung das Publikum angefeuert und ein Break in der Musik mit einem Freeze-Move unterstrichen – Richtige Auswirkungen auf die Musik haben die nachempfundenen Mixing-Bewegungen abgesehen von den Filtern leider nicht. Der Erfolg der eigenen Mixing-Skills äußert sich beim Publikum, das je nach Präzision der Controller-Bewegungen reagiert. Für gute Gigs erhält man dann zusätzliche Partylocations, Lasershowanlagen und Equipment.

Ein anderer Spielmodus ist das Studio. Hier stehen einem 24 Takte und 12 Spuren zur Verfügung in die man die vorgefertigen Drum-, Hi-Hat, Keyboard, Vocal- Loops einbauen kann. Wie so oft bei dieser Art von Studio Funktion ist die Auswahl an Loops allerdings begrenzt und am musikalischen Material selbst kann man leider nicht arbeiten. Insgesamt steht und fällt auch dieses Musikspiel mit der Musik. Wer auf Trance steht, der hat auch Spaß daran, im Rhythmus seinen Controller zu shaken – Wen beim Erklingen der Keyboardflächen schon das Grauen packt, den wird dann auch die hölzerne Menüführung und etwas magere Präsentation stören.

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