Schmierlingsfrigide statt aggrosexy aus De:Bug 111


Sven Väth raucht Zigarre, DJ Hell trinkt Champagner. So teilen sie sich den Thron der deutschen Techno-DJs. Hell hat ein Faible für Glamour und ChiChi, Väth für Gude Laune, Alter. Hells Label International DJ Gigolo liebt es aggressiv sexy bis sadomaso: von “Sex is good“ und “Muscle Machine“ zu “Leichenschmaus“ und “Save the Planet, kill yourself“. Das kommt geil in Zeiten von Nietengürteln auf dem Dancefloor. Ab 2001 ist die Zeit endgültig auf Hells Seite. Die Veröffentlichung von Fischerspooners “Emerge“ und die Ausgrabung von “Dominatrix“ machen ihn zum Helden aller Style-Raver. Er macht Body Building und die Handtücher am DJ-Pult werden immer flauschiger. In Zeiten von Ketamin statt Koks bröckelt die Gefolgschaft etwas ab, diese verpeilten Luschen.

Aber zum 10-Jahres-Jubiläum verdichtet International DJ Gigolo sein Profil nicht nur mit Label-Compilations von Hell und Princess Superstar, sondern holt ein Statement mit Zukunftspotential aus der Hinterhand: Seelenluft covern “A Horse with no Name“ von America. Statt aggrosexy wird man jetzt schmierlingsfrigide: “There ain’t no one for to give you no pain …“. Das passt perfekt zum Secondlife-Boom. Herzlichen Glückwunsch.
http://www.gigolorecords.com

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Elektronische Lebensaspekte.