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Mense Reents

In Hamburg vermischen sich die Szenen und die Musiker zwischen Soli-Techno und Style-Punk wie sonst nirgends. Immer vornweg in Jesuslatschen und wehendem Schwangerschaftskittel (zumindest auf der Goldies-Gala) Mense Reents, Tänzer auf vielen Tänzen. Jetzt macht er "Aus freien Stücken" den Eintänzer.
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Erlend Øye

Stetig besucht der skandinavisch-introvertierte Erlend Øye das garstig kühle Berlin und erwärmt uns mit seiner bebrillten Herzzerissenheit. Dass er bei einem Auftritt zur ”Sinead O’Connor im Schafspelz”-Heulbojen-Nummer gezwungen wurde, war aber eigentlich keine Absicht.
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Terre Thaemlitz, Akufen und die Liebe

Der Drag-Konzeptualist Terre Thaemlitz verarbeitet mit zerhacktem Audiofootage seinen ”Best Piss of his Life” mit unseren Vorstellungen von Liebe, Apartheid und ”House-Nation” zu einer Politik über die Rolle des Vergessens in historischen Prozessen. Wieso "Love" kaum an dem Suffix "bomb" vorbeikommt, diskutiert er aus seinem Wahlwohnort Japan mit Aljoscha Weskott.
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Pulseprogramming

Das Multimedia-Ensemble Pulseprogramming tritt mit "Tulsa for one second" an, allen emüdeten Indietronics-Hörern mit deepem Landhonig den Glauben wiederzugeben. Wenn Indietronictown nicht zerstört werden darf, weil es einen Gerechten gibt, dann sei Pulseprogramming Dank.
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Network centric warfare 1

Statt über den "Cyberwar" zu philosophieren und unblutige Hackerauseinandersetzungen zu zitieren, nutzt das Militär die Digitalisierung des Krieges, um automatisierte Waffen zu entwickeln. Die lassen sich bequem vom Internetcafe, äh, von ihrem autorisierten Knotenpunkt aus abfeuern - und sammeln nebenbei gefechtsrelevante Informationen zur Vernetzung. Anton Waldt führt durch die Grundlinien des "Network Centric Warfare".
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iso 68

iso68 erfinden auf ihrem neuen Album ihre ganz persönlichen Filmmusiken, die, gleichberechtigt mit Sampler und akustischen Instrumenten eingespielt, einem das Regenwetter schmackhaft machen. Eine sanfte, vorsichtige Reise in eine Welt, über die man viel zu selten nachdenkt.
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Solaris

Soderberghs "Solaris" lebt vom Mythos seiner Vorlagen. Gewohnt visuell perfekt, kühl und unaufgeregt inszeniert, streift Soderbergh leider doch nur das Potenzial des Science Fiction Klassikers. Ingrid Arnold deckt das mal auf.
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Von der Zukunft träumen – Quantencomputer

Ungefähr alle drei Jahre brauchen wir neue Computer, weil sich die Dinger so beschleunigen. Etwas unbemerkt im Hintergrund rollt seit einiger Zeit allerdings etwas an, das unsere Maschinen in ihrem Kernel auf den Kopf stellen wird: der Quantencomputer. Mit den kleinen Quanten wären die diskreten Zeiten von null und eins vorbei. Alles wird verwirrender, aber auch schneller. Hofft man. Physiker Martin Sachwitz erklärt die Materie mit Hilfe von Ostseewellen und Sportstudiowänden.
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Safari

Safari kommt aus dem Arabischen und bedeutet dort einfach nur "Reise". So heißt er nun, der neue Webbrowser von Apple Computer Inc. Ein bisschen wie mit den TV-Dokumentationen Bilder der Welt auf den Schirm kommen. Safari ist nämlich fast so flüssig wie Fernsehen, und die metallische Monitor-im-Monitor-Oberfläche ist so auf das Wesentliche reduziert, dass kaum mehr Repräsentationsgrade die Interaktion mit den Angeboten behindern als bei der üblichen Fernbedienung.
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Gangs of New York

Alle haben darauf gewartet und Martin Scorcese wohl selbst am längsten: In seinem Opus "Gangs of New York", das Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, wird die Ausstattung, die Architektur, die Kostüme etc. zur Hauptfigur noch vor den Schauspielern wie Leonardo di Caprio. Im Film über die Verteilungskämpfe der Einwanderer spielt die Stadt die blutige Hauptrolle.