article placeholder

Pay or Pray – Abos und andere Verzweiflungstaten im Netz

Eigentlich hätte 2002 das Jahr des Abos werden sollen. Das Jahr, in dem aus Websurfern endlich Konsumenten werden, aus Bandbreiten-Verschwendern zahlende Kunden. Janko Roettgers hat sich im pleiten Internet die verschiedenen Versuche des Aboangebots unter dem Diktum der Überlebensdrohung einmal näher angeguckt. Zahl mich oder ich fress mich?
article placeholder

Sam Spam auf der Jagd nach dem Mailteserfalken

Sicher, Ölpest ist auch scheiße, aber denkt man sich das Internet als Environment, dann dürfte mit der exzessiv massiven Zunahme von Spam dieses Jahr im Netz wirklich die erste globale Naturkatastrophe drohen, die einem auch noch das allerliebste, allerselbstverständlichste Tool, die gute alte E-Mail, versaut und jedes noch so schön filternde Mailprogramm eines etwas länger bestehenden Mailaccounts aussehen lässt wie ein Minenfeld. Live vom Schlachtfeld.
article placeholder

Poetik der Technologie

Dass Kunst und neuste Technologien mitunter ein symbiotisches Verhältnis zueinander unterhalten, findet sich nicht selten in der Arbeitspraxis einiger zeitgenössischer Künstler wieder. Katja Davar fokussiert allerdings auf poetische Weise diese Technologien selbst - vom Satelliten bis zur Gameanimation.
article placeholder

Designkonferenz: Doors of Perception

Die durch die wirtschaftlich schwierige Lage verursachte Auftragsflaute nutzt die Designwelt für einen kollektiven Neustart - oder sollte es zumindest. Nachdenken über den Flow auf allen Ebenen. Immerhin gab es für 1 000 Euro Teilnahmegebühr Bruce Sterling und Joshua Davis von der PrayStation zu sehen. Ob das für einen neuen Flow reichte? Nein, meint Marcus Hauer.
article placeholder

House: Richard Davis

Der Wahlberliner Paul Davis spielt die Minimalhouse-Klaviatur als Junkie Sartre und Bass zu den Songwriter-Kapriziosen von "Dominique". Unter seinem Alias Richard Davis striegelt er nun auf seinem Album "Safety" den amerikanischen Kern deutschen Minimalhouses seidig - und schafft ein stilles Fanal von Pop als Wagnis und Deepness als Kritik.
article placeholder

Electroclash – Big in Honululu

Sirupsüße Kitschscapes drehen sich per Retroturbo durch die Netzstrumpfhose - et voilà, das Wort macht die Musik: Electroclash! Larry Tees Überwort der englischen Musikpresse erfährt eine epochal-ontologische Ausdeutung von unserem Infusionsexperten Jan Joswig. Abschließendes Testurteil: Viel Fummeln, wenig Musik.
article placeholder

Design: Futurefarmers

Weil Amy Franceschinis Art, so bestimmt, eigen, sensibel und wunderschön zu gestalten, uns die liebste in diesem Jahr war, haben wir sie nach ihren Erlebnissen in 2002 gefragt. Auf das solche Ausnahmen mehr werden!
article placeholder

Des Dubs deutliche Dokumente

Deadbeat aka Scott Monteith aus Montreal braucht sich um Sounddesign keine Sorgen mehr zu machen. Mit einer Klangbibliothek bis unters Hochbett kann er sich auf seinem neuen Album für Scape voll auf den Song im Dub konzentrieren. Auch bei nicht-jamaikanischen Temperaturen klingt "Wild Life Documentaries" so, als ob alle Tapeschleifen vom Black Arch auf einmal lostuckern. Ein Meisterwerk.
article placeholder

Eigene Adventure-Games Kneten

Einst waren Adventure Games einfach und schräg. Statt sich in Features neuer Spiele zu ertränken oder sich mit Emulatoren nur an alte Pixeltage zu erinnern, legt die Spiele Engine 'Adventure Game Studio' den Grund für eine Fortsetzung: Los, setz dir dein eigenes Spiel.
article placeholder

Same Procedures as every year

Die Spielewelt igelt sich ein: Trotz tonnenweise neuer Hardware schielen Entwickler immer noch auf den schnellen Dollar mit Film-Adaptionen, Fortsetzungen oder Remakes. Und die User machen mit und rütteln brav an immer denselben Knöpfen. Aber ein schlechtes Jahr war 2002 dennoch nicht.