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Techno: Savas Pascalidis

Retro zu sein, heißt für Savas Pascalidis, einen Atari zu benutzen, anstatt sich an überstyltem Electroclash abzuarbeiten. Mit Detroit im Kopf und Hi-NRG-Disco in den Füßen, fliegt Pascalidis durch Zeit und Raum auf der Suche nach dem perfekten Bläsersatz.
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Broken Soul: Maddslinky

Dave Jones aka Zed Bias aka Phuturistix aka Daluq aka Maddslinky kehrt mit “Make your Peace“ zu seinen Wurzeln zurück. Nach Garage- und 2Step-Schlenkern legt er wieder Wert auf ”musikalische” Ansätze und serviert ein munteres Potpourri. Debug hat zwischen London und Berlin nach dem neuen Chef de Cuisine, der zwischen Italien-Schema und Deutsch-Hackepeter behend im Subbass cruist, gefahndet und sich in Extrem-Namedropping geübt.
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techno: Ellen Allien

Ellen Allien hält auch auf ihrem zweiten Album, nicht nur wegen des Namens, Berlin als allgegenwärtiges Bezugssystem fest im Blick. Der schweift mitunter ab vom klassischen Raveformat und entdeckt die introspektive Techno-Chanteuse als Indie- und IDM-affine Erweiterung des eigenen Sounds.
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House: 8doogymoto

Ein Trio aus Hamburg und Berlin fährt Hundeschlitten mit der House-Produktion. 8doogymoto dissen den Perfektionismus und lassen den Fehler hochleben. Was bleibt, ist ein unordentlicher Dancefloor, hochemotionale zerbrechliche Vocals, Percussions neben der Spur und kratzende Samples Marke Eigenbau mit Ecken, Kanten und Kurven.
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Internet: Google – Teil 1

Das ist die Geschichte von Google; die Geschichte einer kleinen sympathisch-schnuckeligen Suchmaschinenfirma in Turnschuhen, die sich auf Grund hervorragender Leistung zum Suchmaschinen-Monopol mausert, sich um ein viel genutztes Weblog-Tool erweitert und schließlich 70-80 Prozent der Besucherströme im Internet regelt. Und - dunkel ist die Macht - so mutiert das schnuppige Unternehmen unter der minimal-designten Oberfläche zu einem Microsoft der Information. In dieser Ausgabe Teil eins: Wie alles begann.
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Kunst: Olaf Nicolai

Der Wahlberliner Olaf Nicolai hat sich dem Prinzip der Wiederholung verschrieben. Doch Nicolai geht weiter, kombiniert Verdopplung mit Transformation und Neukontextualisierung und begibt sich auf die Suche nach dem revolutionären Potential seines Re-Designs. Dabei macht er auch vor Nikes "Air Max" und Donald Judds Sitzmöbeln nicht halt.
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Design: Neasdens Control Centre

Im Neasden Control Centre in London verschwindet Material nicht im Design, sondern tritt an die Oberfläche. Ohne ein emphatisches Pathos der Kunst verliebt man sich in Material und seine gezielte wie filigrane Verwendung zwischen Ausstellungsdesign, Print und Film. Jetzt kommt ein Buch für alle und zwei aus dem Center haben geplaudert.
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HipHop: DJ Hype

Berlins Turntablism-Legende DJ Hype bringt sein Debutalbum raus und versammelt darauf massig internationale MCs. Nicht, weil Hype inzwischen reich geworden ist und sein Geld gerne in Features steckt oder weil ihm ein Major mit Verkausprognosen im Nacken sitzt. Sondern weil sich HipHop hier noch hauptsächlich auf sowas wie Freundschaft gründet.
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Film: Confessions of a dangerous mind

Charles Barris hat die legendäre "Gong Show" erfunden und 33 Menschen umgebracht. Dessen "unautorisierte Autobiografie" hat nun der cleversmarte Greorge Clooney verfilmt. Unterstützt von Steven Soderbergh und Charles Kaufman wartet er bei seinem Regie-Debüt mit so mancher Überraschung auf.
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Bedroom-Techno: Miss Kittin

Miss Kittin ist viel mehr als das Electro-Postermotiv, das Karl Lagerfeld von ihr geschossen hat. Don't judge a book by its cover. Mit ihrer Mix-CD "Radio Caroline" zündet sie eine Fackel für den unsichtbaren Bedroom DJ und seine religiöse Plattenverehrung.